Mit der jährlichen Vergabe ihrer Auszeichnungen „Museum des Jahres“,„Ausstellung des Jahres“ und „Besondere Ausstellung“ unterstützt die AICA Deutschland die Exzellenz von Museen, Projekträumen und Kunstvereinen sowie von kuratorischen Leistungen.

Seit 1992 vergibt die AICA Deutschland die Auszeichnung „Ausstellung des Jahres“. Seit 2012 wird der Auswahlprozess gestaffelt: Eine Vorjury aus fünf AICA-Mitgliedern sammelt jährlich bis zu fünf Vorschläge für die Auszeichnung, die dann auf der Jahreshauptversammlung am Beginn des Folgejahres zur Wahl gestellt und diskutiert werden.
Die Vorjury setzt sich aus überregional kundigen Kunstkritiker:innen zusammen, von denen mindestens zwei Mitglieder jährlich neu bestimmt werden. Die Zusammensetzung der Jury soll regional möglichst ausgewogen sein.

Bei der „Ausstellung des Jahres“ geht es nicht darum, Publikumserfolge oder in der Presse besonders oft besprochene Künstler:innen oder Ausstellungen zu würdigen. Gerade umgekehrt sollen durch die Auszeichnung innovative oder inhaltlich besonders weitreichende Ausstellungen bekannt gemacht werden, die den eingespielten Mechanismen des Kunstbetriebes zuwiderlaufen und das Verständnis der zeitgenössischen künstlerischen Bildpraxis erweitern.

Um eine gewisse Vergleichbarkeit zu gewährleisten, bezieht sich die Auswahl auf größere Ausstellungen. Kleinere Projekte werden durch die Auszeichnung „Besondere Ausstellung“ gewürdigt.

2022
Atis Rezistans, „Ghetto Biennale“, St. Kunigundis, documenta fifteen, Kassel
2021
„Lawrence Abu Hamdan, The Witness-Machine-Complex“, Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft
2020
„Artists & Agents – Performancekunst und Geheimdienste“, HMKV Hartware MedienKunstVerein, Dortmund
2019
„Palast der Republik“, Kunsthalle Rostock
2018
„Flashes of the Future. Die Kunst der 68er oder Die Macht der Ohnmächtigen“, Ludwig Forum, Aachen
2017
„Surreale Sachlichkeit. Werke der 1920er und 1930er Jahre aus der Nationalgalerie“, Sammlung Scharf-Gerstenberg, Berlin-Charlottenburg
2016
„Kader Attia. Sacrifice and Harmony“, Museum für Moderne Kunst MMK, Frankfurt am Main
2015
„Die Bestie und_ist der Souverän“, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart